Erhart Körting, Senator für Inneres und Sport,
unterstützt auch das Friedensturnier in Mostar.
„Sport im weitesten Sinne ist jedes Kräftemessen
mit Wettkampfcharakter und einer möglichst genauen Leistungswertung"
- diese Definition findet sich im Lexikon und bietet eine sehr
umfassende Beschreibung. Und doch greift sie zu kurz, denn Sport ist
zwar abgestellt auf das individuelle oder mannschaftliche
Leistungsvermögen der Akteure, aber sein Wesen wirkt weit darüber
hinaus.
Jeder Sportler, der sich mit Gleichgesinnten im fairen Umgang
misst, entwickelt eine Mentalität, die auch geprägt ist von der Anerkennung
der Leistungsfähigkeit anderer. Damit ist Sport eine Musterhilfe zum
Erlernen gegenseitiger Achtung, und - da dies eine der fundamentalsten
Grundlagen allen Zusammenlebens darstellt - ist der Sport eng in das
gesellschaftliche Leben eingebunden. Als Stützpfeiler einer friedlichen
Gemeinschaft vermittelt er seine Werte über soziale, ethnische und
kulturelle Grenzen hinweg - und vielfach können diese Unterschiede in einer
Mannschaft zusammengefasst und dem gemeinsamen Ziel verpflichtet werden.
Das Projekt des BSC Eintracht Südring in Mostar soll genau das bewirken.
„Football unites Mostar" ist das Motto, unter dem der Fußball in den Dienst
der Menschlichkeit gestellt wird. Die sportimmanenten Werte sollen dazu
beitragen, die Gemeinschaft der Menschen wieder in den Mittelpunkt des
Geschehens zu rücken. Sport und Spiel als Sinnbild gemeinsamer Aktionen und
Ausdruck der Freude miteinander.
So wie sich in den ehemals getrennten Hälften unserer Stadt eine
beeindruckende Vielfalt des Miteinanders entwickelt hat, möge auch Mostar
wieder zusammenfinden und so wie das vereinte Berlin weit mehr ist als nur
die Summe seiner Teile, mag auch Mostars Zusammenwachsen die Menschen wieder
verbinden.
Ich danke den Initiatoren für ihr vorbildliches Engagement und wünsche ihnen
viel Erfolg bei der Umsetzung des Vorhabens. Sehr erfreut bin ich, wenn das
Projekt auch bei den Medien die verdiente aufmerksame Beachtung erfahren
wird.